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Eselsdistel

Die Eselsdistel

Die Eselsdistel

Schon immer haben mich die aufwendigen Blüten der Distel fasziniert. Besonders die Eselsdistel gefällt mir. Dekorative Blätter, silberne Beharrung und zahllose Blüten schmücken die Pflanze.
Sie wird auch Krebs- oder Wolldistel genannt. Sie gehört zur Familie der Korbblütler. Der botanische Name der Pflanze Onopordum stammt aus dem Griechischen. Dabei steht ónos für Esel und porde für Blähung oder Wind. Laut dem römischen Schriftsteller Plinius soll die Pflanze bei Eseln Blähungen verursachen.

Die Gewöhnliche Eseldistel kommt auch vereinzelt in Mitteleuropa vor. Ansonsten sind Eselsdisteln hauptsächlich im Mittelmeerraum und im Kaukasus zu finden.

Die Eselsdistel ist eine stattliche zweijährige Wildstaude, die bis zu 3 Meter hoch und im Umfang bis zu 1,5 Metern wachsen kann. Der weiche weiße Flaum lässt die Pflanze silbrig schimmern. Die Steifen Blätter werden bis zu 60 cm lang und sind sehr stachelig. Im Sommer des zweiten Jahres werden die Blütenköpfe der Diestel bis zu 6 cm groß und blühen purpurrot.

Die Eselsdistel mag es besonders gerne richtig sonnig. Auf trockenem nährstoffreichem Boden wird die weiße Behaarung besonders ausgeprägt. Hat die Distel es zu feucht bleibt sie eher grün. Vor allem Bienen, Wespen und Schmetterlinge lieben diese Nektarpflanze.

Auch für den Menschen sind Teile der Pflanzen verwertbar. Die Blütenkörbchen und -böden gelten als artischockenähnliches Gemüse, während die geschälten Stiele gekocht, ähnlich wie Spargel verzehrt werden können.

In Kalifornien und Mexiko werden Disteln angebaut um aus deren Samen Distelöl zu gewinnen. Der hohe Gehalt an mehrfach ungesättigter Linolsäure macht das Öl besonders gesund. Der leichte Geschmack macht sich besonders gut auf Salaten und Rohkost. Wird es zum Braten von Fleisch oder Fisch verwendet, sollte die Temperatur, aufgrund des niedrigen Rauchpunktes möglichst gering gehalten werden.
Der Verzehr von Distelöl kann den Cholesterinwert senken und gleichzeitig das Immunsystem stärken. Es wirkt entzündungshemmend, hilft bei Kreislaufbeschwerden und unterstützt die Zellerneuerung. Außerdem kann das Öl als Massageöl oder bei Hautproblemen eingesetzt werden.

Besonders in Schottland wird die Schönheit Distel hoch geschätzt. Seit dem 13. Jahrhundert ist sie die Staatsblume Schottlands und Wappenpflanze der Stewarts. Der „Order of the Thistle“ ist Schottlands höchster Orden.

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Scharf, schärfer, chili

Scharf, schärfer, chili

Aus meiner Küche sind Chilis nicht mehr wegzudenken. Ich liebe das prickelnde Gefühl auf meiner Zunge. Wer es sonst auch scharf mag, muss die Schoten nicht kaufen. Man kann Chilis auch daheim im Garten, auf dem Balkon oder der Fensterbank anbauen. Davon abgesehen, dass sie unser Essen aufpeppen, sind die Pflanzen auch sehr dekorativ, vor allem wenn sie blühen.

Chilisamen sind ganz einfach in allen Gartenmärkten oder sogar über das Internet erhältlich. Hat man bereits einmal Chilis angepflanzt sind deren Samen drei Jahre lang keimfähig.

Bei richtiger Pflege und Frostschutz können die Chilipflanzen sogar über mehrere Jahre hinweg halten und im Sommer immer wieder Früchte tragen. Botanisch gesehen gehören die Chilis zur Kategorie der Früchte, sind eine Gattung der Paprika und somit auch Nachtschattengewächse.

Bereits im Februar säht man die Samen an einem warmen Platz in einer Schale aus. Sind kleine Pflänzchen entstanden, werden sie in einzelne Töpfchen umgepflanzt. Viel Licht, Zimmertemperatur und mäßige Feuchtigkeit lassen die Chilis gedeihen. Ist kein Frost mehr zu erwarten dürfen die Pflänzchen raus, in ein sonniges Plätzchen. Da sie wenig Wurzelraum benötigen, eignen sie sich auch hervorragend für die Zucht in Pflanzenkübeln.
Wem die Aufzucht vom Samen bis zur Pflanze zu langwierig ist, kann auch einfach Pflänzchen kaufen.

Zunächst sind die Früchte der Chilis grün. So können sie auch schon verzehrt werden, ihr volles Aroma entwickeln sie jedoch erst, wenn sie sich voll ausgereift gelb oder rot färben.
Chilis können von Juli bis in den Herbst geerntet werden.

Ein kleiner Tipp: Besonders gut gefällt es den Chilis in Nachbarschaft mit Basilikum-Pflanzen.

Chilis können sofort frisch verwendet werden. In kleine Scheibchen geschnitten oder püriert, würzen sie nahezu jedes deftige Gericht.

Um die Früchte zu konservieren bieten sich mehrere Möglichkeiten an.

Die Chilis können ohne weiteres eingefroren und bei Bedarf wieder aufgetaut werden.
Ich bevorzuge es jedoch die Chilis zu trocknen. Entweder ganz, der Länge nach aufgeschnitten oder an einem Faden geknotet. Sind die Schoten getrocknet, kann man sie in eine Mühle geben um die Schärfe in Flocken zu dosieren. Es bietet sich auch an getrocknete oder frische Schoten in Olivenöl einzulegen.

Beim weiterverarbeiten der Chilis sollte darauf geachtet werden, dass die Schoten auch noch nach langer Zeit in den Augen, im Mund und an der Nase brennen kann.

Die Schärfe der Chili gibt nicht nur Herzhaftem den gewissen Pepp – auch Süßes harmoniert hervorragend damit. Besonders beliebt derzeit ist Chilischokolade. Die man übrigens auch ganz einfach selber machen kann, indem man einige Tropfen Chiliöl in geschmolzene Schokolade gibt und die Masse wieder erkalten lässt.
Ein weiteres beliebtes Rezept, besonders für kalte Tage: Kakaopulver, etwas Chili und je nach Wunsch etwas Zucker in Milch oder Wasser aufkochen. Ich gebe gerne noch etwas geriebenen Ingwer hinzu.

Chili hat jedoch nicht nur den reinen Würzcharakter. Das darin enthaltene Capsaicin sowie Carotinoid und die Vitamine A, C, E und P wirken kreislaufanregend und infektionshemmend.
Ein netter Nebeneffekt der scharfen Schote ist auch, dass sie den Stoffwechsel anregt und somit bei Gewichtverlust hilft.

Es gibt viele verschiedene Chilisorten, die für den eigenen Anbau nach gewünschtem Schärfegrad ausgewählt werden sollten. Der Schärfegrad wird in Scoville gemessen.

Hier einige der bekanntesten Sorten, nach aufsteigendem Schärfegrad:

Annaheim 500 – 1.500 Scoville
Poblano 2.000 – 2.500 Scoville
Cascabel 6.000 – 9.000 Scoville
Jalapeño 10.000 – 15.000 Scoville
Serrano 20.000 – 30.000 Scoville
Aji-Sorten 35.000 – 45.000 Scoville
Thai, Cayenne 50.000 – 75.000 Scoville
Habanero 150.000 – 300.000 Scoville

Mögt Ihr es gerne scharf?

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Rosen in rose

Rosen in rosé

Auch die Rosen blühen im Sommer wieder. Von Juni bis Oktober können wir uns an den duftenden Blüten erfreuen.

Doch wie jedes Jahr um diese Zeit schwirrt auch ein dicker goldgrünschillernder Käfer durch die Luft. Das Tierchen ist ungefähr 2 cm groß und gehört zur Familie der Blatthornkäfer. Mit seiner auffälligen Färbung zählt der Käfer zu den auffälligsten einheimischen Insekten. Auf den Flügeln breitet sich eine weiße Zeichnung aus. Die Oberseite des Käfers ist mit vereinzelten Härchen besetzt. Auch von unten ist der Käfer gut zu erkennen, da er dort kupferrot und stark behaart ist.

Durch sein markantes Aussehen und das dumpfe Brummen, das der Goldglänzende Rosenkäfer beim fliegen von sich gibt, bin ich sofort gewarnt. Der Käfer ist auf der Jagd nach meinen Rosen. Am liebsten höhlt er sie von innen aus und zerfrisst die duftenden Blüten. Da die Käfer nicht sehr häufig vorkommen und zudem selten in Massen auftreten, richten sie keinen besonders großen Schaden an. In Deutschland gehört das Rosenkäfer zu den geschützten Käferarten. Im Jahr 2000 wurde er sogar zum Insekt des Jahres gewählt.

Der dicke Käfer macht im Flug eine erstaunlich gute Figur. Schnell und wendig fliegt er durch die Luft. Das Besondere an ihm ist, dass er seine Hautflügel an Schlitzen an den Seiten seines Körpers herausschiebt, da die Flügeldecken des Rosenkäfers fest an ihrer Naht miteinander verwachsen und somit nicht einzeln hochklappbar sind.

Um meine Rosen trotzdem vor dem gefräßigen Mäulchen zu schützen, darf also aufgrund des Naturschutzes kein chemisches Mittel eingesetzt werden. Außerdem machen sich seine Engerlinge, genauso wie die Larven der Nashornkäfer, im Kompost nützlich und tragen zur Humusbildung bei.
Also schleiche ich mich frühmorgens, wenn der Rosenkäfer noch unbeweglich ist, an die Pflanzen, zupfe ihn von der Blüte und setzte ihn weit weg im Nachbarsgarten wieder aus.

Auch wenn die Insekten Rosenkäfer heißen, mögen sie einige andere Blüten ganz besonders. Oft verharren sie auf blühendem Flieder, Weißdorn oder Holunder und fressen deren Pollen.

In weiten Teilen Europas und vor allem in Asien sind die Käfer aufzufinden. Im warmen Süden, kann man sie oft zahlreich antreffen.

Die Goldglänzenden Rosenkäfer leben nur wenige Monate und mit dem Ende der Rosenblütezeit verschwindet auch der Rosenkäfer aus meinem Garten.

»Wenn die Rose selbst sich schmückt, 
schmückt sie auch den Garten.«

Friedrich Rückert

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Tanjas Kräutertipps

Tanja Hammerls Kräuter-Almanach

Man braucht nicht unbedingt einen Garten um sich die kleinen Wunderpflänzchen zu halten. Auch auf der Fensterbank gezüchtet, sind sie vielseitig einsetzbar.

Schnittlauch

Zu meinen absoluten Lieblingskräutern gehört der Schnittlauch. Er zählt zu den Zwiebelgewächsen und wächst in röhrenförmigen grünen Halmen bis zu 20 cm hoch. Der Geschmack erinnert an Lauchzwiebeln, ist aber wesentlich milder. Schnittlauch kann das ganze Jahr über geerntet werden. Er ist praktisch unverwüstlich und wächst sehr gut auf der Küchenfensterbank. Bei viel Licht und Wasser kann man mehrmals pro Jahr ernten. Am liebsten verwende ich ihn frisch. Ich habe aber auch immer ein kleines Päckchen davon im Tiefkühlfach um Butter oder Quark jederzeit verfeinern zu können.
Man kann nicht wirklich sagen wo genau der Schnittlauch herkommt. Er ist sozusagen auf der gesamten Nordhalbkugel beliebt. Wahrscheinlich stammt er aus Zentral- oder Nordasien.
Der hohe Anteil an Vitamin A und C macht das Kraut so gesund. Zusätzlich regen Phosphor und ein schwefelhaltiges ätherisches Öl die Verdauung an. Somit wird der Magen gestärkt. Außerdem wirkt der Schnittlauch blutdrucksenkend und bakterienhemmend.
Auch in der deutschen Küche wird das Gewürz sehr oft und gerne verwendet. Durch den frischen Geschmack rundet es Eintöpfe, Gemüse und Salate ab.

Basilikum

Zu den Klassikern unter den Kräutern zählt auch der Basilikum, welcher zur Familie der Lippenblütler gehört und bei richtiger Pflege sogar stolze 60 cm hoch werden kann. Die Blätter des Krautes werden vor allem frisch verwendet, finden aber auch häufig getrocknet Einsatz in der Küche. Hierbei büßt er allerdings viel von seinem Aroma ein.
Es gibt verschiedene Sorten von Basilikum. Bei uns sind aber die Kräuter aus dem Mittelmeerraum am bekanntesten, die wir vor allem aus der italienischen Küche kennen. Der unverwechselbare Geschmack entsteht durch die leicht pfeffrige Note.
Der Basilikum ist eine sehr wärmebedürftige Pflanze. Er fühlt sich an einem sonnigen trockenen Plätzchen besonders wohl. So kann man ihn im Sommer besonders gut ernten. Ist es zu kalt und steht er im Wasser wird er meist von einem Pilz befallen.
Die wichtigsten Inhaltsstoffe des Basilikum sind die ätherischen Öle Linalool und Estragol. Zu einem Tee aufgebrüht wirkt er gegen Verdauungsstörungen und regt den Appetit an. Gießt man die Blätter mit einer Mischung aus Rotwein und Honig auf, soll Fieber gesenkt werden. Außerdem ist das Kraut ein Gute-Laune-Macher. Das kann ich vor allem bei der Verwendung in gutem Essen bestätigen. Besonders in Kombination mit Tomaten und Knoblauch schmeckt mir der Basilikum. Er ist der perfekte Begleiter für Nudel- und Fischgerichte. Ich empfehle ihn nicht mitzukochen, frisch entfaltet sich sein Aroma einfach am besten.

Rosmarin

Auch der Rosmarin stammt aus der Familie der Lippenblütler. Der immergrüne Strauch wird bis zu 1,5 Meter hoch. Die kleinen nadelförmigen Blätter können frisch oder getrocknet verwendet werden. Rosmarin ist ein relativ robustes Kraut. Auch er wächst ganzjährig auf meiner Küchenfensterbank. Völlig pflegeleicht mag der Rosmarin am liebsten nur ganz wenig Wasser.
Ursprünglich stammt das Kraut aus dem östlichen Mittelmeergebiet, heute ist es aber in ganz Europa, Nordafrika sowie Nord- und Mittelamerika bekannt.
Die ätherischen Öle des Rosmarin sind kleine Helfer bei Verdauungs- und Kreislaufstörungen. Bei Kopfschmerzen oder rheumatischen Beschwerden hilft das Einreiben mit einem Tröpfchen Rosmarin-Öl.
Frischer Rosmarin zeichnet sich durch seinen kräftig würzigen Geschmack aus. Am besten entfaltet sich sein Aroma, wenn ein kleines Zweiglein eine Weile mitgekocht wird. Er passt besonders gut zu Wild und Geflügel, Risotto oder Tomatensaucen. Ich verwende ihn bevorzugt in Kombination mit Kartoffeln.

Salbei

Der Salbei ist ein Schwertliliengewächs. Seine Blätter sind elliptisch geformt und meistens silberblau und mit einem weichen Flaum überzogen.
Wie viele andere Kräuter stammt auch er aus dem Mittelmeerraum. Heute existieren mehrere hundert Sorten, die ihre Blätter auch teilweise in einem satten Lila wachsen lassen.
Wie fast alle Kräuter, wächst der Salbei bevorzugt an einem sonnigen Ort. Ansonsten ist er recht pflegeleicht und kann bei bis zu -15 Grad sogar draußen überwintern.
Salbei schmeckt sehr aromatisch und teilweise auch leicht bitter. Es bietet sich an, die Blätter mitzukochen. So geben sie ihr intensives Aroma am besten an das Gericht ab. Besonders gut macht er sich zu Geflügel oder in heißer Butter knusprig angebraten. Ein echter Genuss. Ich empfehle dennoch, das Kraut vorerst eher sparsam zu dosieren, nicht jeder mag den doch recht eigenen Geschmack.
Der Salbei ist auch als Kräuter-Heilmittel bekannt. Meine Erste-Hilfe-Maßnahme bei Halsschmerzen: Einige Blätter des Krautes mit kochendem Wasser aufgießen, 5-10 Minuten ziehen lassen und dann mit etwas Honig noch heiß trinken. Schmeckt lecker und hilft! Hat man mal keinen frischen oder getrockneten Salbei zur Hand, tun es auch ein paar Salbeiteebeutel aus dem Drogeriemarkt.

Petersilie

Die krause Petersilie zählt bei uns in Deutschland wohl mit zu den bekanntesten und meist verwendeten Kräutern. Neben ihr gehören noch die Blatt-Petersilie sowie die Wurzel-Petersilie zu den Doldenblütlern.
Bereits im antiken Griechenland war das Kraut bekannt. Seit dem 16. Jahrhundert wird sie als Gewürzkraut verwendet. Das Würzige und leicht Bittere machen den charakteristischen Geschmack aus. In Gemüse oder Suppenbrühe mitgekocht, schmeckt die Wurzel-Petersilie am intensivsten.
Der hohe Vitamin C-Gehalt wirkt vor allem als Tee aufgegossen, harntreibend und blutreinigend auf unseren Körper. Zerreibt man etwas Petersilie auf Insektenstichen jeder Art, hilft das wahre Wunder gegen den Juckreiz. Außerdem hilft das Kraut bei Zahnschmerzen und ganz altbewährt bei schlechtem Atem.
Ganz klassisch wird die Petersilie zu Gemüse- und Fleischgerichten hinzugegeben oder zur Dekoration verwendet. Sie gehört nicht unbedingt zu meinen Lieblingskräutern, in Kräuterbutter allerdings ist sie ein absolutes Muss.

Oregano

Die kleinen Blätter des Oregano, der zu den Lippenblütlern gehört, entfalten entgegen vieler anderer Kräuter erst getrocknet ihr volles Aroma. Das Kraut stammt aus dem Mittelmeerraum und wurde schon in der Antike vor allem als Heilpflanze verwendet. Es enthält hohe Anteile an Eisen und Kalzium, seine ätherischen Öle sowie Gerb- und Bitterstoffe fördern die Verdauung. Im Mund- und Rachenraum wirkt es entzündungshemmend, außerdem hilft es bei Magen- und Darmbeschwerden.
Beim Anbau ist der Oregano eher anspruchslos. Ihm langt ein relativ trockener sonniger Platz. In der Zeit von Juli bis September ist das würzig-herbe Aroma am intensivsten.
Vorwiegend in mediterranen Gerichten verwendet, kennen wir das Gewürz von der typisch italienischen Pizza, außerdem gehört es in jede richtige Bolognesesoße.

Thymian

Der Thymian, ebenfalls ein Lippenblütler, wird bis zu 40 cm groß. Insgesamt unterscheidet man über 200 verschiedene Arten von Thymian-Kräutern. Dazu gehören auch Orangen- oder Zitronen-Thymian. Bei uns am bekanntesten ist der Echt-Thymian, der auch als Garten-Thymian bekannt ist. Ursprünglich stammt er aus Südeuropa, wird heute aber auch in Osteuropa und Nordafrika kultiviert.
Seinen stark aromatischen, leicht harzigen Geschmack entfaltet er bevorzugt an sonnigen trockenen Plätzen.
Als Kräuter-Heilmittel findet der Thymian vor allem bei Erkältungen Verwendung. Seine ätherischen Öle wirken fiebersenkend, sowie krampf- und schleimlösend bei Asthmaanfällen. Mein Tipp bei Erkältungen: 2 Teelöffel frischen Thymian mit etwa einem halben Liter Wasser zu einem Kräuter-Tee brühen und 10 Minuten ziehen lassen. Außerdem hilft eine Handvoll Thymian im Badewasser.
Vor allem in der Provence zählt der Thymian zu den beliebteren Kräutern, wo er bei der Zubereitung von Braten und Pasteten nicht fehlen darf. Aber auch bei uns, wird er gerne frisch oder getrocknet für Fleisch- und Schmorgerichte oder verschiedene Gemüsesuppen verwendet.

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Marienkäfer - der natürliche Feind der Blattlaus

Marienkäfer - der natürliche Feind der Blattlaus

Wir haben Besuch im Garten! Leider ist dieser Besuch nicht sehr willkommen bei uns. Es handelt sich um kleine Insekten die nur wenige Millimeter groß sind und sich fast genauso an einem schönen Garten erfreuen wie wir. Fast sogar ein bisschen mehr! Die kleinen Biester haben ihn nämlich zum fressen gern! Blattläuse…

Sie ernähren sich von den kohlenhydratreichen Pflanzensäften, benötigen aber fast nur die darin enthaltenen Aminosäuren. Daher benötigen Sie viel mehr Kohlenhydrate um eine ausreichende Eiweißmenge daraus zu erhalten. Somit schädigen sie nicht nur die meist wehrlosen Pflanzen an denen sie rumknabbern, sondern scheiden auch ein zuckerhaltiges Abfallprodukt aus. Im Volksmund ist das als Honigtau bekannt. Für mich ein sehr beschönigendes Wort für dieses klebrige Exkrement, dass wahrscheinlich nicht nur Gärtner, sondern auch schon den ein oder anderen Autofahrer zur Weißglut getrieben hat… Es ist wirklich lästig die kleinen Zuckerwassertropfen auf den Gartenmöbeln, Autoscheiben und wo sie sich sonst noch wieder finden, zu entfernen.

Was tun bei Blattläusen im Garten?

Blattläuse vermehren sich rasend schnell und schädigen sowohl Zier- als auch Nutzpflanzen. Blattlausbefall tritt fast schon epedemie-artig ein und sie begünstigen auch die Ansammlung von Ameisen, da diese sich gerne von der zuckerhaltigen Lösung ernähren und im Gegenzug sich um ihre Saftspender kümmern. Gegen dieses „organisierte Verbrechen“ gehe ich folgendermaßen vor:

Marienkäfer – Der natürliche Feind

Die Leibspeise des Marienkäfers sind Blattläuse. Als Nachtisch verzehren die schönen Käfer auch gerne die Larven der lästigen Läuse. Marienkäfer sehen nicht nur schöner aus, sondern können in ihrem Leben auch mehrere Tausend Blattläuse vertilgen. Zwei zu Null für den Marienkäfer! Somit kann man den etwas mühsameren Weg gehen und Marienkäfer sammeln (Da werden Kindheitserinnerung wach) oder man bestellt sich im Internet Marienkäferlarven und züchtet sich seine eigene Schutztruppe für den heimischen Garten. Einfach mal googlen 🙂

Brennessel-Sud nach Tanja Hammerl

Eine weitere natürliche Blattlausgegenmaßnahme ist das Ansetzen eines Brennessel-Suds: Man nimmt eine ordentliche Menge Brennnesseln und schneidet sie grob klein (Handschuhe nicht vergessen) und gibt das grüne Kraut in einen großen Eimer. Anschließend füllt man diesen mit kalten Wasser (am besten kalkarmes Regenwasser) auf. Diese Mixtur stellt man nun ein bis zwei Tage in die Sonne und lässt ihn ziehen. Wer einen großen Garten hat, sollte den Eimer etwas abseits stellen, denn das ganze kann ein bisschen unangenehm riechen… Nachdem der Brennessel-Sud durchgezogen ordentlich ist, sollte die Flüssigkeit durch ein Sieb in eine Sprühflasche gefüllt werden. Jetzt kann man die befallenen Pflanzen mit der Lösung einsprühen und die Blattläuse werden es euch nicht danken:) Eure Pflanzen hingegen schon!

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Ein kleines Rosenmehr in der Gartenschau in Kitzingen

Ein kleines Rosenmehr in der Gartenschau in Kitzingen

Am Wochenende haben wir die Landesgartenschau in Kitzingen besucht. Kitzingen ist ein kleine Stadt in der Nähe von Würzburg und liegt direkt am Main. Auch das Areal auf dem die Gartenschau stattfindet liegt direkt am Ufer des Mains. Unter dem Motto „Gartenstadt am Fluss“ wird das neu-gestaltete Gelände vom 27. Mai bis zum 21. August sozusagen eingeweiht. Direkt zwischen zwei Brücken, der alten und der neuen Mainbrücke liegt das wirklich schöne Stückchen Garten 😉 Stückchen ist natürlich untertrieben denn es ist circa 9 Hektar groß – das sind 90.000 Quadratmeter – also ein Traum von einem Garten. So lange man sich nicht alleine darum kümmern muss 😉 Für alle die ein paar mehr Informationen rund um die Gartenschau haben wollen ist hier der Link zur offizielen Website der Gartenschau in Kitzingen

Um einen gemütlichen Tag in schön-angelegter natürlicher Umgebung zu verbringen, kann ich Euch den schönen Park am Main wirklich empfehlen. Lediglich den hohen Eintrittspreis von 10 Euro finde ich persönlich fast ein bisschen teuer…

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Die Eisheiligen kommen

Tanjas FliederbaumHier bei uns war es die letzten Wochen ja schon super warm! Bis auf die Woche in Montreal 😉 Die Gartensaison läuft schon fast wieder auf hochtouren. Aber nur fast – den die Eisheiligen kommen ja noch! Eine alte Bauernweisheit besagt, man solle die fünf Eisheiligen noch abwarten, da auch noch im Mai sehr tiefe Temperaturen (vor allem Nachts) eintreten können und sensible oder junge Wurzeln dauerhaft beschädigen können. Die fünf frostigen Gesellen sind an fünf aufeinander folgenden Tagen und am 15. Mai mit der Kalten Sophie vorbei. Der erste Eisheilige ist Mamertus am 11. Mai. Dann kommt der Pankratius, gefogt von Servatius und Bonifatius. Die Namen haben die Eisheiligen aufgrund Ihrer heiligen Namensgeber die auch am gleichen Tag Ihren Namenstag feiern. Wer noch ein paar mehr Informationen rund um Bauernregeln und die Eisheiligen haben möchte findet diese hier.

Folgende Gemüse- und Kräutersorten habe ich bereits eingepflanzt, da diese auch leichten Frost weg stecken können:

    Blattsalat
    Radieschen
    Zwiebeln
    Schnittlauch
    Kohlrabi

Sobald die Eisheiligen vorbei sind pflanze ich die empfindlicheren Gewächse wie

    Tomaten
    Gurken
    Basilikum
    Zuchhini
    Bohnen

in meine Beete!

Was kommt bei Euch so in den Garten?

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