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Zitrusfruchtjanuar

Ab Anfang des Jahres haben die farbenfrohen Zitrusfrüchte wieder Saison.

Zitronen, Orangen, Grapefruits, Mandarinen und Blutorangen füllen die Körbe der Obststände und versorgen uns mit ausreichend Vitamin-C. Da das Vitamin vor allem in der Schale vorhanden ist, empfiehlt es sich unbehandelte Früchte zu kaufen. So kann die Schale in Gerichten unbedenklich weiterverarbeitet werden.

Die Zitrusfrüchte haben ihren Ursprung in Südostasien. Im Mittelalter wurde das gesunde Obst dann auch im Mittelmeerraum heimisch. Die Früchte zählen zu den Beeren.

Interessant ist, dass sich wahrscheinlich alle Zitrusfrüchte aus den drei Grundarten entwickelten: Der Pampelmuse, der Zitronatzitrone und der Mandarine. Somit sind die anderen uns bekannten Arten, Kreuzungen aus den genannten Grundarten.

Die Früchtchen gehören zu den bedeutendsten Baumfrüchten der Welt und werden in über 100 Ländern angebaut. Etwa 30% der geernteten Früchte werden zu Saft, Konzentrat oder anderen Produkten weiterverarbeitet.

Das Obst lässt sich in allen möglichen Varianten verzehren. Ob frisch pur oder in Salaten, als Saft zum trinken oder in verschiedenen Rezepten, wie Soßen, Cocktails oder Kuchen. Lecker schmeckt es auch als Marmelade oder als mit Zucker kandierte Früchte.

Letzten Sonntag habe ich einen mit Quark zubereiteten Käsekuchen mit Blutorangenfilets garniert. Das war nicht nur optisch ein ganz besonderer Augenschmaus 🙂

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Rote Bete

Purpurrote Farbe, aromatischer Geschmack, saftiges Fruchtfleisch. In Deutschland ist die Rote Bete ein klassisches Wintergemüse.

Sie schmeckt nicht nur lecker, sondern ist auch eine richtige Vitamin-Bombe. Sie enthält neben wertvollen Aminosäuren wie Asparagin, Glutamin und Betain, auch die Vitamine A, B und C, sowie Magnesium, Eisen und Calcium.
Besonders der hohe Eisengehalt unterstützt die Blutbildung und entsäuert den Körper. Der Verzehr des roten Gemüses gilt sogar als krebsvorbeugend. Genießt man die Knolle regelmäßig, ist man weniger anfällig für Erkältungen und grippale Infekte. Das Immunsystem wird durch die vielen gesunden Inhaltsstoffe gestärkt.

Rote Bete ist vielseitig einsetzbar. Früher wurde sie zum Färben von Textilien hergenommen, heute noch als Naturfarbstoff für Lebensmittel.
Roh oder gekocht findet sie sich in den verschiedensten Gerichten wieder.
Ein kleiner Tipp bei der Verarbeitung: Schält man die Knolle in ungekochtem Zustand, empfiehlt es sich Handschuhe zu tragen. Der rote Saft kann recht hartnäckig in die Haut einziehen. Beim Entfernen hilft Zitronensaft. Auf Kleidung sollten die Flecken so schnell wie möglich mit heißem Wasser und Seife behandelt werden.

Ganz klassisch kennt man die Rote Bete in Salaten. Mit Essig und Öl angemacht, mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt, rundet etwas Kümmel das Dressing ab.
Gibt man zum Gemüse einen Apfel hinzu und mischt etwas saure Sahne und Meerrettich ins Dressing entsteht eine schmackhafte Variante.

Für meine Lieblings-Rote-Bete-Suppe brauche ich:

2 Schalotten
500 g gekochte Rote Bete
1 Orange
500 ml Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer, Muskatnuss
Schmand
Petersilie

Die fein gewürfelten Schalotten dünste ich in Olivenöl glasig an. Dann gebe ich grob geschnittene Rote Bete sowie das Fruchtfleisch einer Orange mit in den Topf und gieße alles mit etwa einem halben Liter Gemüsebrühe auf.
Nach 15 Minuten köcheln, püriere ich die Suppe fein und geben sie durch ein Sieb, um eine samtige Konsistenz zu erhalten. Mit Salz, Pfeffer und etwas Muskatnuss schmecke ich die Suppe ab. Ein Löffel Schmand und etwas Petersilie runden den Geschmack ab.

Außer in Salaten und Suppen schmeckt die rote Knolle auch als Püree, gebacken oder gratiniert.
Zusammen mit Äpfeln und Karotten, etwas Ingwer und Limettensaft wird sie zum echten Powerdrink.

Was habt ihr denn so für interessant Rezeptideen mit der Roten Bete?

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Lila und Lecker - die Zwetschge

Lila und Lecker - die Zwetschge

Es ist Zwetschgenzeit.

Spätsommer ist Zwetschgenzeit. Auch bei mir im Garten reifen die süßen Früchte. Seit einigen Wochen verarbeite ich die Früchtchen nun schon. Dabei zählt der Zwetschgenkuchen zu meinen Favoriten.
Zwetschgen sind eine Unterart der Pflaume, welche zur Familie der Rosengewächse gehört. Pflaumen und Zwetschgen gehören genau wie Kirschen, Pfirsiche und Aprikosen zum Steinobst.

Von den weltweit über 2000 verschiedenen Pflaumensorten zählen die Folgenden in Deutschland zu den bekanntesten:

Hauszwetschge – die wertvollste Sorte
Bühler Zwetschge – eine stark verbreitete Frühsorte
Auerbacher Zwetschge
Hanita
Katinka
Cacaks Schöne
Cacaks Fruchtbare
Cacaks Beste

Da Pflaumen und Zwetschgen sehr kreuzungswillig sind, ist es nicht immer einfach diese zu unterscheiden. Dennoch gibt es einige Merkmale um die Früchte auseinander zu halten.

Die Gestalt der Pflaume variiert je nach Sorte in Form, Größe und auch Farbe. Diese kann von schwarz und blauschwarz über blaurot, violett und rot bis hin zu gelb oder gelbgrün variieren. Die Früchte können bis zu 8 Zentimeter groß werden und sind eher rundlich und größer als Zwetschgen. Markantes Merkmal der Pflaume ist eine meist ausgeprägte Bauchnaht. Generell ist das Fruchtfleisch weich und saftig, es schmeckt süß bis herb. Oft löst es sich etwas schlechter vom Kern, welcher eher kugelförmig ist. Beim backen zerfällt die Frucht leicht und verliert ihre Form. Deswegen schmeckt sie am besten frisch oder im Obstsalat.

Zwetschgen variieren in der Farbe eher weniger. Reife Früchte sind blau bis blauschwarz und werden ebenfalls bis zu 8 Zentimeter lang. Die Form ist eher länglich und läuft an beiden Enden spitz zu. So ist auch der Kern meist eiförmig, abgeflacht und an den Enden zugespitzt. Das Fruchtfleisch der Zwetschge ist etwas weniger saftig als das der Pflaume. Es ist auch etwas fester und lässt sich somit leicht vom Kern lösen. Die Bauchnaht ist hier eher weniger vorhanden. Beim backen behält die Zwetschge ihre Form und gibt eher wenig Saft ab.

Generell sind die Früchte oft mit einer Wachsschicht überzogen, welche sie vor dem austrocknen bewahrt. Sie hält die Feuchtigkeit in der Frucht und ist ein Merkmal für Frische.

Die Hälfte aller reifen Früchte wird direkt frisch gegessen. Durch ihren hohen Wassergehalt sind sie Früchtchen an warmen Sommertagen genau das richtige.

Auch beim Weiterverarbeiten des Obstes sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Traditionelle Rezepte sind Zwetschgenkuchen oder Pflaumenmus, sowie Kompott oder Gelees.
Bei Marmelade variiere ich gerne ein bisschen. Mein derzeitiger Favorit: Zwetschgen-Feigen Marmelade. Dabei gebe ich einfach ein Drittel Feigen zu den Zwetschgen.
Des Weiteren sind auch Zwetschgenschnaps und Zwetschgenknödel beliebte Möglichkeiten die Früchte zu verzehren.
Wie kaum eine andere Frucht, eignet sich die Zwetschge aber auch als deftiger oder pikanter Leckerbissen. Die Süße bietet einen harmonischen Ausgleich zu salzigen Speisen. So ist es kein Wunder das Pflaumen im Speckmantel sowie Schweinebraten mit Dörrpflaumen so beliebt sind.
Pflaumenchutneys schmecken so lecker, da die Süße der Früchte auch hervorragender Ausgleich zu Säure ist. Die gekochten Früchte werden mit Essig oder Rotwein sowie Gewürzen, wie Curry, Thymian oder Ingwer abgeschmeckt.
Gerne esse ich Pflaumen auch ganz einfach anstelle von Trauben in Kombination mit Käse.
Um auch im Winter ein paar Portionen der Früchte zur Hand zu haben. Entkerne ich sie und friere die halbierten Früchte portionsweise ein. Über Nacht aufgetaut können sie so auch an kalten Tagen zu Kuchen oder Soßen verarbeitet werden.

Die süßen Früchte sind jedoch nicht nur Genussmittel. Ihr hoher Eisen-, Kupfer- und Zinkgehalt, sowie das Kalium-Natrium-Verhältnis und die knochenstärkende Verbindung von Kalzium und Phosphor machen sie zu kleinen medizinischen Helfern gegen Abwehrschwäche, Infektionen, Entzündungen und Thrombosen.
Durch seinen extrem hohen Vitamin C Gehalt ist Pflaumensaft ein besonderer Gesundheitskick.
Getrocknete Pflaumen sind für ihre stark verdauungsfördernde Wirkung bekannt. Die pektinartigen Substanzen quellen den Darm auf und regen die Verdauung an. Gleichzeitig transportieren sie Giftstoffe aus dem Körper. Als Verdauungshelfer empfiehlt es sich, 5 bis 10 Stück Trockenpflaumen abends in etwas Wasser einzuweichen. Zum Frühstück verzehrt man die Früchte samt Wasser.

Ich hoffe Ihr kommt alle in den Genuß ein paar leckerer Zwetschgen!

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Eselsdistel

Die Eselsdistel

Die Eselsdistel

Schon immer haben mich die aufwendigen Blüten der Distel fasziniert. Besonders die Eselsdistel gefällt mir. Dekorative Blätter, silberne Beharrung und zahllose Blüten schmücken die Pflanze.
Sie wird auch Krebs- oder Wolldistel genannt. Sie gehört zur Familie der Korbblütler. Der botanische Name der Pflanze Onopordum stammt aus dem Griechischen. Dabei steht ónos für Esel und porde für Blähung oder Wind. Laut dem römischen Schriftsteller Plinius soll die Pflanze bei Eseln Blähungen verursachen.

Die Gewöhnliche Eseldistel kommt auch vereinzelt in Mitteleuropa vor. Ansonsten sind Eselsdisteln hauptsächlich im Mittelmeerraum und im Kaukasus zu finden.

Die Eselsdistel ist eine stattliche zweijährige Wildstaude, die bis zu 3 Meter hoch und im Umfang bis zu 1,5 Metern wachsen kann. Der weiche weiße Flaum lässt die Pflanze silbrig schimmern. Die Steifen Blätter werden bis zu 60 cm lang und sind sehr stachelig. Im Sommer des zweiten Jahres werden die Blütenköpfe der Diestel bis zu 6 cm groß und blühen purpurrot.

Die Eselsdistel mag es besonders gerne richtig sonnig. Auf trockenem nährstoffreichem Boden wird die weiße Behaarung besonders ausgeprägt. Hat die Distel es zu feucht bleibt sie eher grün. Vor allem Bienen, Wespen und Schmetterlinge lieben diese Nektarpflanze.

Auch für den Menschen sind Teile der Pflanzen verwertbar. Die Blütenkörbchen und -böden gelten als artischockenähnliches Gemüse, während die geschälten Stiele gekocht, ähnlich wie Spargel verzehrt werden können.

In Kalifornien und Mexiko werden Disteln angebaut um aus deren Samen Distelöl zu gewinnen. Der hohe Gehalt an mehrfach ungesättigter Linolsäure macht das Öl besonders gesund. Der leichte Geschmack macht sich besonders gut auf Salaten und Rohkost. Wird es zum Braten von Fleisch oder Fisch verwendet, sollte die Temperatur, aufgrund des niedrigen Rauchpunktes möglichst gering gehalten werden.
Der Verzehr von Distelöl kann den Cholesterinwert senken und gleichzeitig das Immunsystem stärken. Es wirkt entzündungshemmend, hilft bei Kreislaufbeschwerden und unterstützt die Zellerneuerung. Außerdem kann das Öl als Massageöl oder bei Hautproblemen eingesetzt werden.

Besonders in Schottland wird die Schönheit Distel hoch geschätzt. Seit dem 13. Jahrhundert ist sie die Staatsblume Schottlands und Wappenpflanze der Stewarts. Der „Order of the Thistle“ ist Schottlands höchster Orden.

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Scharf, schärfer, chili

Scharf, schärfer, chili

Aus meiner Küche sind Chilis nicht mehr wegzudenken. Ich liebe das prickelnde Gefühl auf meiner Zunge. Wer es sonst auch scharf mag, muss die Schoten nicht kaufen. Man kann Chilis auch daheim im Garten, auf dem Balkon oder der Fensterbank anbauen. Davon abgesehen, dass sie unser Essen aufpeppen, sind die Pflanzen auch sehr dekorativ, vor allem wenn sie blühen.

Chilisamen sind ganz einfach in allen Gartenmärkten oder sogar über das Internet erhältlich. Hat man bereits einmal Chilis angepflanzt sind deren Samen drei Jahre lang keimfähig.

Bei richtiger Pflege und Frostschutz können die Chilipflanzen sogar über mehrere Jahre hinweg halten und im Sommer immer wieder Früchte tragen. Botanisch gesehen gehören die Chilis zur Kategorie der Früchte, sind eine Gattung der Paprika und somit auch Nachtschattengewächse.

Bereits im Februar säht man die Samen an einem warmen Platz in einer Schale aus. Sind kleine Pflänzchen entstanden, werden sie in einzelne Töpfchen umgepflanzt. Viel Licht, Zimmertemperatur und mäßige Feuchtigkeit lassen die Chilis gedeihen. Ist kein Frost mehr zu erwarten dürfen die Pflänzchen raus, in ein sonniges Plätzchen. Da sie wenig Wurzelraum benötigen, eignen sie sich auch hervorragend für die Zucht in Pflanzenkübeln.
Wem die Aufzucht vom Samen bis zur Pflanze zu langwierig ist, kann auch einfach Pflänzchen kaufen.

Zunächst sind die Früchte der Chilis grün. So können sie auch schon verzehrt werden, ihr volles Aroma entwickeln sie jedoch erst, wenn sie sich voll ausgereift gelb oder rot färben.
Chilis können von Juli bis in den Herbst geerntet werden.

Ein kleiner Tipp: Besonders gut gefällt es den Chilis in Nachbarschaft mit Basilikum-Pflanzen.

Chilis können sofort frisch verwendet werden. In kleine Scheibchen geschnitten oder püriert, würzen sie nahezu jedes deftige Gericht.

Um die Früchte zu konservieren bieten sich mehrere Möglichkeiten an.

Die Chilis können ohne weiteres eingefroren und bei Bedarf wieder aufgetaut werden.
Ich bevorzuge es jedoch die Chilis zu trocknen. Entweder ganz, der Länge nach aufgeschnitten oder an einem Faden geknotet. Sind die Schoten getrocknet, kann man sie in eine Mühle geben um die Schärfe in Flocken zu dosieren. Es bietet sich auch an getrocknete oder frische Schoten in Olivenöl einzulegen.

Beim weiterverarbeiten der Chilis sollte darauf geachtet werden, dass die Schoten auch noch nach langer Zeit in den Augen, im Mund und an der Nase brennen kann.

Die Schärfe der Chili gibt nicht nur Herzhaftem den gewissen Pepp – auch Süßes harmoniert hervorragend damit. Besonders beliebt derzeit ist Chilischokolade. Die man übrigens auch ganz einfach selber machen kann, indem man einige Tropfen Chiliöl in geschmolzene Schokolade gibt und die Masse wieder erkalten lässt.
Ein weiteres beliebtes Rezept, besonders für kalte Tage: Kakaopulver, etwas Chili und je nach Wunsch etwas Zucker in Milch oder Wasser aufkochen. Ich gebe gerne noch etwas geriebenen Ingwer hinzu.

Chili hat jedoch nicht nur den reinen Würzcharakter. Das darin enthaltene Capsaicin sowie Carotinoid und die Vitamine A, C, E und P wirken kreislaufanregend und infektionshemmend.
Ein netter Nebeneffekt der scharfen Schote ist auch, dass sie den Stoffwechsel anregt und somit bei Gewichtverlust hilft.

Es gibt viele verschiedene Chilisorten, die für den eigenen Anbau nach gewünschtem Schärfegrad ausgewählt werden sollten. Der Schärfegrad wird in Scoville gemessen.

Hier einige der bekanntesten Sorten, nach aufsteigendem Schärfegrad:

Annaheim 500 – 1.500 Scoville
Poblano 2.000 – 2.500 Scoville
Cascabel 6.000 – 9.000 Scoville
Jalapeño 10.000 – 15.000 Scoville
Serrano 20.000 – 30.000 Scoville
Aji-Sorten 35.000 – 45.000 Scoville
Thai, Cayenne 50.000 – 75.000 Scoville
Habanero 150.000 – 300.000 Scoville

Mögt Ihr es gerne scharf?

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Rosen in rose

Rosen in rosé

Auch die Rosen blühen im Sommer wieder. Von Juni bis Oktober können wir uns an den duftenden Blüten erfreuen.

Doch wie jedes Jahr um diese Zeit schwirrt auch ein dicker goldgrünschillernder Käfer durch die Luft. Das Tierchen ist ungefähr 2 cm groß und gehört zur Familie der Blatthornkäfer. Mit seiner auffälligen Färbung zählt der Käfer zu den auffälligsten einheimischen Insekten. Auf den Flügeln breitet sich eine weiße Zeichnung aus. Die Oberseite des Käfers ist mit vereinzelten Härchen besetzt. Auch von unten ist der Käfer gut zu erkennen, da er dort kupferrot und stark behaart ist.

Durch sein markantes Aussehen und das dumpfe Brummen, das der Goldglänzende Rosenkäfer beim fliegen von sich gibt, bin ich sofort gewarnt. Der Käfer ist auf der Jagd nach meinen Rosen. Am liebsten höhlt er sie von innen aus und zerfrisst die duftenden Blüten. Da die Käfer nicht sehr häufig vorkommen und zudem selten in Massen auftreten, richten sie keinen besonders großen Schaden an. In Deutschland gehört das Rosenkäfer zu den geschützten Käferarten. Im Jahr 2000 wurde er sogar zum Insekt des Jahres gewählt.

Der dicke Käfer macht im Flug eine erstaunlich gute Figur. Schnell und wendig fliegt er durch die Luft. Das Besondere an ihm ist, dass er seine Hautflügel an Schlitzen an den Seiten seines Körpers herausschiebt, da die Flügeldecken des Rosenkäfers fest an ihrer Naht miteinander verwachsen und somit nicht einzeln hochklappbar sind.

Um meine Rosen trotzdem vor dem gefräßigen Mäulchen zu schützen, darf also aufgrund des Naturschutzes kein chemisches Mittel eingesetzt werden. Außerdem machen sich seine Engerlinge, genauso wie die Larven der Nashornkäfer, im Kompost nützlich und tragen zur Humusbildung bei.
Also schleiche ich mich frühmorgens, wenn der Rosenkäfer noch unbeweglich ist, an die Pflanzen, zupfe ihn von der Blüte und setzte ihn weit weg im Nachbarsgarten wieder aus.

Auch wenn die Insekten Rosenkäfer heißen, mögen sie einige andere Blüten ganz besonders. Oft verharren sie auf blühendem Flieder, Weißdorn oder Holunder und fressen deren Pollen.

In weiten Teilen Europas und vor allem in Asien sind die Käfer aufzufinden. Im warmen Süden, kann man sie oft zahlreich antreffen.

Die Goldglänzenden Rosenkäfer leben nur wenige Monate und mit dem Ende der Rosenblütezeit verschwindet auch der Rosenkäfer aus meinem Garten.

»Wenn die Rose selbst sich schmückt, 
schmückt sie auch den Garten.«

Friedrich Rückert

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Tanjas Kräutertipps

Tanja Hammerls Kräuter-Almanach

Man braucht nicht unbedingt einen Garten um sich die kleinen Wunderpflänzchen zu halten. Auch auf der Fensterbank gezüchtet, sind sie vielseitig einsetzbar.

Schnittlauch

Zu meinen absoluten Lieblingskräutern gehört der Schnittlauch. Er zählt zu den Zwiebelgewächsen und wächst in röhrenförmigen grünen Halmen bis zu 20 cm hoch. Der Geschmack erinnert an Lauchzwiebeln, ist aber wesentlich milder. Schnittlauch kann das ganze Jahr über geerntet werden. Er ist praktisch unverwüstlich und wächst sehr gut auf der Küchenfensterbank. Bei viel Licht und Wasser kann man mehrmals pro Jahr ernten. Am liebsten verwende ich ihn frisch. Ich habe aber auch immer ein kleines Päckchen davon im Tiefkühlfach um Butter oder Quark jederzeit verfeinern zu können.
Man kann nicht wirklich sagen wo genau der Schnittlauch herkommt. Er ist sozusagen auf der gesamten Nordhalbkugel beliebt. Wahrscheinlich stammt er aus Zentral- oder Nordasien.
Der hohe Anteil an Vitamin A und C macht das Kraut so gesund. Zusätzlich regen Phosphor und ein schwefelhaltiges ätherisches Öl die Verdauung an. Somit wird der Magen gestärkt. Außerdem wirkt der Schnittlauch blutdrucksenkend und bakterienhemmend.
Auch in der deutschen Küche wird das Gewürz sehr oft und gerne verwendet. Durch den frischen Geschmack rundet es Eintöpfe, Gemüse und Salate ab.

Basilikum

Zu den Klassikern unter den Kräutern zählt auch der Basilikum, welcher zur Familie der Lippenblütler gehört und bei richtiger Pflege sogar stolze 60 cm hoch werden kann. Die Blätter des Krautes werden vor allem frisch verwendet, finden aber auch häufig getrocknet Einsatz in der Küche. Hierbei büßt er allerdings viel von seinem Aroma ein.
Es gibt verschiedene Sorten von Basilikum. Bei uns sind aber die Kräuter aus dem Mittelmeerraum am bekanntesten, die wir vor allem aus der italienischen Küche kennen. Der unverwechselbare Geschmack entsteht durch die leicht pfeffrige Note.
Der Basilikum ist eine sehr wärmebedürftige Pflanze. Er fühlt sich an einem sonnigen trockenen Plätzchen besonders wohl. So kann man ihn im Sommer besonders gut ernten. Ist es zu kalt und steht er im Wasser wird er meist von einem Pilz befallen.
Die wichtigsten Inhaltsstoffe des Basilikum sind die ätherischen Öle Linalool und Estragol. Zu einem Tee aufgebrüht wirkt er gegen Verdauungsstörungen und regt den Appetit an. Gießt man die Blätter mit einer Mischung aus Rotwein und Honig auf, soll Fieber gesenkt werden. Außerdem ist das Kraut ein Gute-Laune-Macher. Das kann ich vor allem bei der Verwendung in gutem Essen bestätigen. Besonders in Kombination mit Tomaten und Knoblauch schmeckt mir der Basilikum. Er ist der perfekte Begleiter für Nudel- und Fischgerichte. Ich empfehle ihn nicht mitzukochen, frisch entfaltet sich sein Aroma einfach am besten.

Rosmarin

Auch der Rosmarin stammt aus der Familie der Lippenblütler. Der immergrüne Strauch wird bis zu 1,5 Meter hoch. Die kleinen nadelförmigen Blätter können frisch oder getrocknet verwendet werden. Rosmarin ist ein relativ robustes Kraut. Auch er wächst ganzjährig auf meiner Küchenfensterbank. Völlig pflegeleicht mag der Rosmarin am liebsten nur ganz wenig Wasser.
Ursprünglich stammt das Kraut aus dem östlichen Mittelmeergebiet, heute ist es aber in ganz Europa, Nordafrika sowie Nord- und Mittelamerika bekannt.
Die ätherischen Öle des Rosmarin sind kleine Helfer bei Verdauungs- und Kreislaufstörungen. Bei Kopfschmerzen oder rheumatischen Beschwerden hilft das Einreiben mit einem Tröpfchen Rosmarin-Öl.
Frischer Rosmarin zeichnet sich durch seinen kräftig würzigen Geschmack aus. Am besten entfaltet sich sein Aroma, wenn ein kleines Zweiglein eine Weile mitgekocht wird. Er passt besonders gut zu Wild und Geflügel, Risotto oder Tomatensaucen. Ich verwende ihn bevorzugt in Kombination mit Kartoffeln.

Salbei

Der Salbei ist ein Schwertliliengewächs. Seine Blätter sind elliptisch geformt und meistens silberblau und mit einem weichen Flaum überzogen.
Wie viele andere Kräuter stammt auch er aus dem Mittelmeerraum. Heute existieren mehrere hundert Sorten, die ihre Blätter auch teilweise in einem satten Lila wachsen lassen.
Wie fast alle Kräuter, wächst der Salbei bevorzugt an einem sonnigen Ort. Ansonsten ist er recht pflegeleicht und kann bei bis zu -15 Grad sogar draußen überwintern.
Salbei schmeckt sehr aromatisch und teilweise auch leicht bitter. Es bietet sich an, die Blätter mitzukochen. So geben sie ihr intensives Aroma am besten an das Gericht ab. Besonders gut macht er sich zu Geflügel oder in heißer Butter knusprig angebraten. Ein echter Genuss. Ich empfehle dennoch, das Kraut vorerst eher sparsam zu dosieren, nicht jeder mag den doch recht eigenen Geschmack.
Der Salbei ist auch als Kräuter-Heilmittel bekannt. Meine Erste-Hilfe-Maßnahme bei Halsschmerzen: Einige Blätter des Krautes mit kochendem Wasser aufgießen, 5-10 Minuten ziehen lassen und dann mit etwas Honig noch heiß trinken. Schmeckt lecker und hilft! Hat man mal keinen frischen oder getrockneten Salbei zur Hand, tun es auch ein paar Salbeiteebeutel aus dem Drogeriemarkt.

Petersilie

Die krause Petersilie zählt bei uns in Deutschland wohl mit zu den bekanntesten und meist verwendeten Kräutern. Neben ihr gehören noch die Blatt-Petersilie sowie die Wurzel-Petersilie zu den Doldenblütlern.
Bereits im antiken Griechenland war das Kraut bekannt. Seit dem 16. Jahrhundert wird sie als Gewürzkraut verwendet. Das Würzige und leicht Bittere machen den charakteristischen Geschmack aus. In Gemüse oder Suppenbrühe mitgekocht, schmeckt die Wurzel-Petersilie am intensivsten.
Der hohe Vitamin C-Gehalt wirkt vor allem als Tee aufgegossen, harntreibend und blutreinigend auf unseren Körper. Zerreibt man etwas Petersilie auf Insektenstichen jeder Art, hilft das wahre Wunder gegen den Juckreiz. Außerdem hilft das Kraut bei Zahnschmerzen und ganz altbewährt bei schlechtem Atem.
Ganz klassisch wird die Petersilie zu Gemüse- und Fleischgerichten hinzugegeben oder zur Dekoration verwendet. Sie gehört nicht unbedingt zu meinen Lieblingskräutern, in Kräuterbutter allerdings ist sie ein absolutes Muss.

Oregano

Die kleinen Blätter des Oregano, der zu den Lippenblütlern gehört, entfalten entgegen vieler anderer Kräuter erst getrocknet ihr volles Aroma. Das Kraut stammt aus dem Mittelmeerraum und wurde schon in der Antike vor allem als Heilpflanze verwendet. Es enthält hohe Anteile an Eisen und Kalzium, seine ätherischen Öle sowie Gerb- und Bitterstoffe fördern die Verdauung. Im Mund- und Rachenraum wirkt es entzündungshemmend, außerdem hilft es bei Magen- und Darmbeschwerden.
Beim Anbau ist der Oregano eher anspruchslos. Ihm langt ein relativ trockener sonniger Platz. In der Zeit von Juli bis September ist das würzig-herbe Aroma am intensivsten.
Vorwiegend in mediterranen Gerichten verwendet, kennen wir das Gewürz von der typisch italienischen Pizza, außerdem gehört es in jede richtige Bolognesesoße.

Thymian

Der Thymian, ebenfalls ein Lippenblütler, wird bis zu 40 cm groß. Insgesamt unterscheidet man über 200 verschiedene Arten von Thymian-Kräutern. Dazu gehören auch Orangen- oder Zitronen-Thymian. Bei uns am bekanntesten ist der Echt-Thymian, der auch als Garten-Thymian bekannt ist. Ursprünglich stammt er aus Südeuropa, wird heute aber auch in Osteuropa und Nordafrika kultiviert.
Seinen stark aromatischen, leicht harzigen Geschmack entfaltet er bevorzugt an sonnigen trockenen Plätzen.
Als Kräuter-Heilmittel findet der Thymian vor allem bei Erkältungen Verwendung. Seine ätherischen Öle wirken fiebersenkend, sowie krampf- und schleimlösend bei Asthmaanfällen. Mein Tipp bei Erkältungen: 2 Teelöffel frischen Thymian mit etwa einem halben Liter Wasser zu einem Kräuter-Tee brühen und 10 Minuten ziehen lassen. Außerdem hilft eine Handvoll Thymian im Badewasser.
Vor allem in der Provence zählt der Thymian zu den beliebteren Kräutern, wo er bei der Zubereitung von Braten und Pasteten nicht fehlen darf. Aber auch bei uns, wird er gerne frisch oder getrocknet für Fleisch- und Schmorgerichte oder verschiedene Gemüsesuppen verwendet.

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