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Lila und Lecker - die Zwetschge

Lila und Lecker - die Zwetschge

Es ist Zwetschgenzeit.

Spätsommer ist Zwetschgenzeit. Auch bei mir im Garten reifen die süßen Früchte. Seit einigen Wochen verarbeite ich die Früchtchen nun schon. Dabei zählt der Zwetschgenkuchen zu meinen Favoriten.
Zwetschgen sind eine Unterart der Pflaume, welche zur Familie der Rosengewächse gehört. Pflaumen und Zwetschgen gehören genau wie Kirschen, Pfirsiche und Aprikosen zum Steinobst.

Von den weltweit über 2000 verschiedenen Pflaumensorten zählen die Folgenden in Deutschland zu den bekanntesten:

Hauszwetschge – die wertvollste Sorte
Bühler Zwetschge – eine stark verbreitete Frühsorte
Auerbacher Zwetschge
Hanita
Katinka
Cacaks Schöne
Cacaks Fruchtbare
Cacaks Beste

Da Pflaumen und Zwetschgen sehr kreuzungswillig sind, ist es nicht immer einfach diese zu unterscheiden. Dennoch gibt es einige Merkmale um die Früchte auseinander zu halten.

Die Gestalt der Pflaume variiert je nach Sorte in Form, Größe und auch Farbe. Diese kann von schwarz und blauschwarz über blaurot, violett und rot bis hin zu gelb oder gelbgrün variieren. Die Früchte können bis zu 8 Zentimeter groß werden und sind eher rundlich und größer als Zwetschgen. Markantes Merkmal der Pflaume ist eine meist ausgeprägte Bauchnaht. Generell ist das Fruchtfleisch weich und saftig, es schmeckt süß bis herb. Oft löst es sich etwas schlechter vom Kern, welcher eher kugelförmig ist. Beim backen zerfällt die Frucht leicht und verliert ihre Form. Deswegen schmeckt sie am besten frisch oder im Obstsalat.

Zwetschgen variieren in der Farbe eher weniger. Reife Früchte sind blau bis blauschwarz und werden ebenfalls bis zu 8 Zentimeter lang. Die Form ist eher länglich und läuft an beiden Enden spitz zu. So ist auch der Kern meist eiförmig, abgeflacht und an den Enden zugespitzt. Das Fruchtfleisch der Zwetschge ist etwas weniger saftig als das der Pflaume. Es ist auch etwas fester und lässt sich somit leicht vom Kern lösen. Die Bauchnaht ist hier eher weniger vorhanden. Beim backen behält die Zwetschge ihre Form und gibt eher wenig Saft ab.

Generell sind die Früchte oft mit einer Wachsschicht überzogen, welche sie vor dem austrocknen bewahrt. Sie hält die Feuchtigkeit in der Frucht und ist ein Merkmal für Frische.

Die Hälfte aller reifen Früchte wird direkt frisch gegessen. Durch ihren hohen Wassergehalt sind sie Früchtchen an warmen Sommertagen genau das richtige.

Auch beim Weiterverarbeiten des Obstes sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Traditionelle Rezepte sind Zwetschgenkuchen oder Pflaumenmus, sowie Kompott oder Gelees.
Bei Marmelade variiere ich gerne ein bisschen. Mein derzeitiger Favorit: Zwetschgen-Feigen Marmelade. Dabei gebe ich einfach ein Drittel Feigen zu den Zwetschgen.
Des Weiteren sind auch Zwetschgenschnaps und Zwetschgenknödel beliebte Möglichkeiten die Früchte zu verzehren.
Wie kaum eine andere Frucht, eignet sich die Zwetschge aber auch als deftiger oder pikanter Leckerbissen. Die Süße bietet einen harmonischen Ausgleich zu salzigen Speisen. So ist es kein Wunder das Pflaumen im Speckmantel sowie Schweinebraten mit Dörrpflaumen so beliebt sind.
Pflaumenchutneys schmecken so lecker, da die Süße der Früchte auch hervorragender Ausgleich zu Säure ist. Die gekochten Früchte werden mit Essig oder Rotwein sowie Gewürzen, wie Curry, Thymian oder Ingwer abgeschmeckt.
Gerne esse ich Pflaumen auch ganz einfach anstelle von Trauben in Kombination mit Käse.
Um auch im Winter ein paar Portionen der Früchte zur Hand zu haben. Entkerne ich sie und friere die halbierten Früchte portionsweise ein. Über Nacht aufgetaut können sie so auch an kalten Tagen zu Kuchen oder Soßen verarbeitet werden.

Die süßen Früchte sind jedoch nicht nur Genussmittel. Ihr hoher Eisen-, Kupfer- und Zinkgehalt, sowie das Kalium-Natrium-Verhältnis und die knochenstärkende Verbindung von Kalzium und Phosphor machen sie zu kleinen medizinischen Helfern gegen Abwehrschwäche, Infektionen, Entzündungen und Thrombosen.
Durch seinen extrem hohen Vitamin C Gehalt ist Pflaumensaft ein besonderer Gesundheitskick.
Getrocknete Pflaumen sind für ihre stark verdauungsfördernde Wirkung bekannt. Die pektinartigen Substanzen quellen den Darm auf und regen die Verdauung an. Gleichzeitig transportieren sie Giftstoffe aus dem Körper. Als Verdauungshelfer empfiehlt es sich, 5 bis 10 Stück Trockenpflaumen abends in etwas Wasser einzuweichen. Zum Frühstück verzehrt man die Früchte samt Wasser.

Ich hoffe Ihr kommt alle in den Genuß ein paar leckerer Zwetschgen!

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