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Archive for August 2011

Aloe Vera

Aloe Vera

Aloe Vera

Erst ist der Sommer grau und verregnet und dann scheint die Sonne mit aller Kraft am blauen Himmel. Da neigt die edle Blässe der Haut schon mal dazu richtig schön rot zu werden. Aber alles halb so wild, ich hab ja meine Aloe Vera Pflanze auf dem Küchenfensterbrett stehen. Wenn ich mich beim Kochen an der Herdplatte, an spritzendem Öl oder wie jetzt mal wieder in der Sonne verbrenne, hilft sie.

Bei Bedarf schneide ich einfach ein Stückchen eines fleischigen, mit Stacheln besetzten Blattes der Pflanze ab. Das Gel innerhalb des Blattes reibe ich auf die betroffene Hautpartie. Sofort tritt ein kühlender Effekt ein. Auch der Juckreiz bei Insektenstichen wird gelindert.
Das antiseptisch wirkende Gel trägt außerdem zur Wundheilung bei, da es das Zellenwachstum beschleunigt. Das Mark der Blätter enthält besonders viel Calcium, Magnesium, Zink und Selen. Zudem viele Vitamine und Aminosäuren.

Äußerlich aber auch innerlich angewendet besitzt die Aloe Vera eine hohe heilende und gesundheitsfördernde Wirkung.
Bei Hautunreinheiten, Neurodermitis, Schuppen, Haarausfall oder Herpes sowie zur Stärkung des Immunsystems hilft der Wirkstoff der Aloe Vera. Der hohe Anteil an Enzymen wirkt sich positiv auf unsere Verdauung aus. Für die innere Anwendung kann das innere der Blätter wie eine Frucht verzehrt werden. Man kann auch Aloe Vera Saft kaufen, den man in Getränke und Speisen mischt oder pur genießt. Die Pflanze hat einen bitteren Geschmack. Außerdem gibt es Aloe Vera Tees zur Stärkung der Abwehrkräfte.

Es werden hochwertige Salben auf Aloe Vera Basis angeboten, die beispielsweise gegen hartnäckige Schuppenflechte oder Akne helfen. Wieder andere werden bei Sehnenscheidenentzündungen oder Muskelzerrungen eingesetzt. Auch Schmerzen und Schwellungen können mit den Salben erfolgreich verringert werden.

Durch ihre feuchtigkeitsspendende Wirkung ist die Aloe Vera auch zu einem beliebten Inhaltsstoff in Hautcremes, Duschgels oder Körperlotionen geworden.

Die Aloe Vera weist so viele für uns wichtige Nährstoffe auf wie sonst keine andere Pflanze. Es lohnt sich also mehr über sie zu erfahren und somit von ihr zu profitieren.

Bei der Züchtung der Aloe Vera muss beachtet werden, dass sie an einem sonnigen Platz bei stabilen Temperaturverhältnissen am besten gedeiht. Optimalerweise sollte sie in einer Erdmischung aus grobem Sand, Perlit und Granitsplit gesetzt werden. Es kann aber auch auf eine fertige Kakteenmischung zurückgegriffen werden.

Die Aloe Vera möchte nicht im Wasser stehen. Meine Pflanze steht in einem Topf, dessen Erde ich vor jedem erneuten Gießen zunächst wieder trocknen lasse.

Hat sich ein kräftiges Wurzelwerk gebildet, darf die Pflanze auch ins Freiland gesetzt werden. Überwintern sollte sie jedoch immer in der Wohnung oder im Gewächshaus, da sie bei Frost eingeht. Die Temperaturen dürfen nicht kühler als 15 Grad werden.

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Lila und Lecker - die Zwetschge

Lila und Lecker - die Zwetschge

Es ist Zwetschgenzeit.

Spätsommer ist Zwetschgenzeit. Auch bei mir im Garten reifen die süßen Früchte. Seit einigen Wochen verarbeite ich die Früchtchen nun schon. Dabei zählt der Zwetschgenkuchen zu meinen Favoriten.
Zwetschgen sind eine Unterart der Pflaume, welche zur Familie der Rosengewächse gehört. Pflaumen und Zwetschgen gehören genau wie Kirschen, Pfirsiche und Aprikosen zum Steinobst.

Von den weltweit über 2000 verschiedenen Pflaumensorten zählen die Folgenden in Deutschland zu den bekanntesten:

Hauszwetschge – die wertvollste Sorte
Bühler Zwetschge – eine stark verbreitete Frühsorte
Auerbacher Zwetschge
Hanita
Katinka
Cacaks Schöne
Cacaks Fruchtbare
Cacaks Beste

Da Pflaumen und Zwetschgen sehr kreuzungswillig sind, ist es nicht immer einfach diese zu unterscheiden. Dennoch gibt es einige Merkmale um die Früchte auseinander zu halten.

Die Gestalt der Pflaume variiert je nach Sorte in Form, Größe und auch Farbe. Diese kann von schwarz und blauschwarz über blaurot, violett und rot bis hin zu gelb oder gelbgrün variieren. Die Früchte können bis zu 8 Zentimeter groß werden und sind eher rundlich und größer als Zwetschgen. Markantes Merkmal der Pflaume ist eine meist ausgeprägte Bauchnaht. Generell ist das Fruchtfleisch weich und saftig, es schmeckt süß bis herb. Oft löst es sich etwas schlechter vom Kern, welcher eher kugelförmig ist. Beim backen zerfällt die Frucht leicht und verliert ihre Form. Deswegen schmeckt sie am besten frisch oder im Obstsalat.

Zwetschgen variieren in der Farbe eher weniger. Reife Früchte sind blau bis blauschwarz und werden ebenfalls bis zu 8 Zentimeter lang. Die Form ist eher länglich und läuft an beiden Enden spitz zu. So ist auch der Kern meist eiförmig, abgeflacht und an den Enden zugespitzt. Das Fruchtfleisch der Zwetschge ist etwas weniger saftig als das der Pflaume. Es ist auch etwas fester und lässt sich somit leicht vom Kern lösen. Die Bauchnaht ist hier eher weniger vorhanden. Beim backen behält die Zwetschge ihre Form und gibt eher wenig Saft ab.

Generell sind die Früchte oft mit einer Wachsschicht überzogen, welche sie vor dem austrocknen bewahrt. Sie hält die Feuchtigkeit in der Frucht und ist ein Merkmal für Frische.

Die Hälfte aller reifen Früchte wird direkt frisch gegessen. Durch ihren hohen Wassergehalt sind sie Früchtchen an warmen Sommertagen genau das richtige.

Auch beim Weiterverarbeiten des Obstes sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Traditionelle Rezepte sind Zwetschgenkuchen oder Pflaumenmus, sowie Kompott oder Gelees.
Bei Marmelade variiere ich gerne ein bisschen. Mein derzeitiger Favorit: Zwetschgen-Feigen Marmelade. Dabei gebe ich einfach ein Drittel Feigen zu den Zwetschgen.
Des Weiteren sind auch Zwetschgenschnaps und Zwetschgenknödel beliebte Möglichkeiten die Früchte zu verzehren.
Wie kaum eine andere Frucht, eignet sich die Zwetschge aber auch als deftiger oder pikanter Leckerbissen. Die Süße bietet einen harmonischen Ausgleich zu salzigen Speisen. So ist es kein Wunder das Pflaumen im Speckmantel sowie Schweinebraten mit Dörrpflaumen so beliebt sind.
Pflaumenchutneys schmecken so lecker, da die Süße der Früchte auch hervorragender Ausgleich zu Säure ist. Die gekochten Früchte werden mit Essig oder Rotwein sowie Gewürzen, wie Curry, Thymian oder Ingwer abgeschmeckt.
Gerne esse ich Pflaumen auch ganz einfach anstelle von Trauben in Kombination mit Käse.
Um auch im Winter ein paar Portionen der Früchte zur Hand zu haben. Entkerne ich sie und friere die halbierten Früchte portionsweise ein. Über Nacht aufgetaut können sie so auch an kalten Tagen zu Kuchen oder Soßen verarbeitet werden.

Die süßen Früchte sind jedoch nicht nur Genussmittel. Ihr hoher Eisen-, Kupfer- und Zinkgehalt, sowie das Kalium-Natrium-Verhältnis und die knochenstärkende Verbindung von Kalzium und Phosphor machen sie zu kleinen medizinischen Helfern gegen Abwehrschwäche, Infektionen, Entzündungen und Thrombosen.
Durch seinen extrem hohen Vitamin C Gehalt ist Pflaumensaft ein besonderer Gesundheitskick.
Getrocknete Pflaumen sind für ihre stark verdauungsfördernde Wirkung bekannt. Die pektinartigen Substanzen quellen den Darm auf und regen die Verdauung an. Gleichzeitig transportieren sie Giftstoffe aus dem Körper. Als Verdauungshelfer empfiehlt es sich, 5 bis 10 Stück Trockenpflaumen abends in etwas Wasser einzuweichen. Zum Frühstück verzehrt man die Früchte samt Wasser.

Ich hoffe Ihr kommt alle in den Genuß ein paar leckerer Zwetschgen!

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Eselsdistel

Die Eselsdistel

Die Eselsdistel

Schon immer haben mich die aufwendigen Blüten der Distel fasziniert. Besonders die Eselsdistel gefällt mir. Dekorative Blätter, silberne Beharrung und zahllose Blüten schmücken die Pflanze.
Sie wird auch Krebs- oder Wolldistel genannt. Sie gehört zur Familie der Korbblütler. Der botanische Name der Pflanze Onopordum stammt aus dem Griechischen. Dabei steht ónos für Esel und porde für Blähung oder Wind. Laut dem römischen Schriftsteller Plinius soll die Pflanze bei Eseln Blähungen verursachen.

Die Gewöhnliche Eseldistel kommt auch vereinzelt in Mitteleuropa vor. Ansonsten sind Eselsdisteln hauptsächlich im Mittelmeerraum und im Kaukasus zu finden.

Die Eselsdistel ist eine stattliche zweijährige Wildstaude, die bis zu 3 Meter hoch und im Umfang bis zu 1,5 Metern wachsen kann. Der weiche weiße Flaum lässt die Pflanze silbrig schimmern. Die Steifen Blätter werden bis zu 60 cm lang und sind sehr stachelig. Im Sommer des zweiten Jahres werden die Blütenköpfe der Diestel bis zu 6 cm groß und blühen purpurrot.

Die Eselsdistel mag es besonders gerne richtig sonnig. Auf trockenem nährstoffreichem Boden wird die weiße Behaarung besonders ausgeprägt. Hat die Distel es zu feucht bleibt sie eher grün. Vor allem Bienen, Wespen und Schmetterlinge lieben diese Nektarpflanze.

Auch für den Menschen sind Teile der Pflanzen verwertbar. Die Blütenkörbchen und -böden gelten als artischockenähnliches Gemüse, während die geschälten Stiele gekocht, ähnlich wie Spargel verzehrt werden können.

In Kalifornien und Mexiko werden Disteln angebaut um aus deren Samen Distelöl zu gewinnen. Der hohe Gehalt an mehrfach ungesättigter Linolsäure macht das Öl besonders gesund. Der leichte Geschmack macht sich besonders gut auf Salaten und Rohkost. Wird es zum Braten von Fleisch oder Fisch verwendet, sollte die Temperatur, aufgrund des niedrigen Rauchpunktes möglichst gering gehalten werden.
Der Verzehr von Distelöl kann den Cholesterinwert senken und gleichzeitig das Immunsystem stärken. Es wirkt entzündungshemmend, hilft bei Kreislaufbeschwerden und unterstützt die Zellerneuerung. Außerdem kann das Öl als Massageöl oder bei Hautproblemen eingesetzt werden.

Besonders in Schottland wird die Schönheit Distel hoch geschätzt. Seit dem 13. Jahrhundert ist sie die Staatsblume Schottlands und Wappenpflanze der Stewarts. Der „Order of the Thistle“ ist Schottlands höchster Orden.

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