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Archive for Juli 2011

Scharf, schärfer, chili

Scharf, schärfer, chili

Aus meiner Küche sind Chilis nicht mehr wegzudenken. Ich liebe das prickelnde Gefühl auf meiner Zunge. Wer es sonst auch scharf mag, muss die Schoten nicht kaufen. Man kann Chilis auch daheim im Garten, auf dem Balkon oder der Fensterbank anbauen. Davon abgesehen, dass sie unser Essen aufpeppen, sind die Pflanzen auch sehr dekorativ, vor allem wenn sie blühen.

Chilisamen sind ganz einfach in allen Gartenmärkten oder sogar über das Internet erhältlich. Hat man bereits einmal Chilis angepflanzt sind deren Samen drei Jahre lang keimfähig.

Bei richtiger Pflege und Frostschutz können die Chilipflanzen sogar über mehrere Jahre hinweg halten und im Sommer immer wieder Früchte tragen. Botanisch gesehen gehören die Chilis zur Kategorie der Früchte, sind eine Gattung der Paprika und somit auch Nachtschattengewächse.

Bereits im Februar säht man die Samen an einem warmen Platz in einer Schale aus. Sind kleine Pflänzchen entstanden, werden sie in einzelne Töpfchen umgepflanzt. Viel Licht, Zimmertemperatur und mäßige Feuchtigkeit lassen die Chilis gedeihen. Ist kein Frost mehr zu erwarten dürfen die Pflänzchen raus, in ein sonniges Plätzchen. Da sie wenig Wurzelraum benötigen, eignen sie sich auch hervorragend für die Zucht in Pflanzenkübeln.
Wem die Aufzucht vom Samen bis zur Pflanze zu langwierig ist, kann auch einfach Pflänzchen kaufen.

Zunächst sind die Früchte der Chilis grün. So können sie auch schon verzehrt werden, ihr volles Aroma entwickeln sie jedoch erst, wenn sie sich voll ausgereift gelb oder rot färben.
Chilis können von Juli bis in den Herbst geerntet werden.

Ein kleiner Tipp: Besonders gut gefällt es den Chilis in Nachbarschaft mit Basilikum-Pflanzen.

Chilis können sofort frisch verwendet werden. In kleine Scheibchen geschnitten oder püriert, würzen sie nahezu jedes deftige Gericht.

Um die Früchte zu konservieren bieten sich mehrere Möglichkeiten an.

Die Chilis können ohne weiteres eingefroren und bei Bedarf wieder aufgetaut werden.
Ich bevorzuge es jedoch die Chilis zu trocknen. Entweder ganz, der Länge nach aufgeschnitten oder an einem Faden geknotet. Sind die Schoten getrocknet, kann man sie in eine Mühle geben um die Schärfe in Flocken zu dosieren. Es bietet sich auch an getrocknete oder frische Schoten in Olivenöl einzulegen.

Beim weiterverarbeiten der Chilis sollte darauf geachtet werden, dass die Schoten auch noch nach langer Zeit in den Augen, im Mund und an der Nase brennen kann.

Die Schärfe der Chili gibt nicht nur Herzhaftem den gewissen Pepp – auch Süßes harmoniert hervorragend damit. Besonders beliebt derzeit ist Chilischokolade. Die man übrigens auch ganz einfach selber machen kann, indem man einige Tropfen Chiliöl in geschmolzene Schokolade gibt und die Masse wieder erkalten lässt.
Ein weiteres beliebtes Rezept, besonders für kalte Tage: Kakaopulver, etwas Chili und je nach Wunsch etwas Zucker in Milch oder Wasser aufkochen. Ich gebe gerne noch etwas geriebenen Ingwer hinzu.

Chili hat jedoch nicht nur den reinen Würzcharakter. Das darin enthaltene Capsaicin sowie Carotinoid und die Vitamine A, C, E und P wirken kreislaufanregend und infektionshemmend.
Ein netter Nebeneffekt der scharfen Schote ist auch, dass sie den Stoffwechsel anregt und somit bei Gewichtverlust hilft.

Es gibt viele verschiedene Chilisorten, die für den eigenen Anbau nach gewünschtem Schärfegrad ausgewählt werden sollten. Der Schärfegrad wird in Scoville gemessen.

Hier einige der bekanntesten Sorten, nach aufsteigendem Schärfegrad:

Annaheim 500 – 1.500 Scoville
Poblano 2.000 – 2.500 Scoville
Cascabel 6.000 – 9.000 Scoville
Jalapeño 10.000 – 15.000 Scoville
Serrano 20.000 – 30.000 Scoville
Aji-Sorten 35.000 – 45.000 Scoville
Thai, Cayenne 50.000 – 75.000 Scoville
Habanero 150.000 – 300.000 Scoville

Mögt Ihr es gerne scharf?

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Rosen in rose

Rosen in rosé

Auch die Rosen blühen im Sommer wieder. Von Juni bis Oktober können wir uns an den duftenden Blüten erfreuen.

Doch wie jedes Jahr um diese Zeit schwirrt auch ein dicker goldgrünschillernder Käfer durch die Luft. Das Tierchen ist ungefähr 2 cm groß und gehört zur Familie der Blatthornkäfer. Mit seiner auffälligen Färbung zählt der Käfer zu den auffälligsten einheimischen Insekten. Auf den Flügeln breitet sich eine weiße Zeichnung aus. Die Oberseite des Käfers ist mit vereinzelten Härchen besetzt. Auch von unten ist der Käfer gut zu erkennen, da er dort kupferrot und stark behaart ist.

Durch sein markantes Aussehen und das dumpfe Brummen, das der Goldglänzende Rosenkäfer beim fliegen von sich gibt, bin ich sofort gewarnt. Der Käfer ist auf der Jagd nach meinen Rosen. Am liebsten höhlt er sie von innen aus und zerfrisst die duftenden Blüten. Da die Käfer nicht sehr häufig vorkommen und zudem selten in Massen auftreten, richten sie keinen besonders großen Schaden an. In Deutschland gehört das Rosenkäfer zu den geschützten Käferarten. Im Jahr 2000 wurde er sogar zum Insekt des Jahres gewählt.

Der dicke Käfer macht im Flug eine erstaunlich gute Figur. Schnell und wendig fliegt er durch die Luft. Das Besondere an ihm ist, dass er seine Hautflügel an Schlitzen an den Seiten seines Körpers herausschiebt, da die Flügeldecken des Rosenkäfers fest an ihrer Naht miteinander verwachsen und somit nicht einzeln hochklappbar sind.

Um meine Rosen trotzdem vor dem gefräßigen Mäulchen zu schützen, darf also aufgrund des Naturschutzes kein chemisches Mittel eingesetzt werden. Außerdem machen sich seine Engerlinge, genauso wie die Larven der Nashornkäfer, im Kompost nützlich und tragen zur Humusbildung bei.
Also schleiche ich mich frühmorgens, wenn der Rosenkäfer noch unbeweglich ist, an die Pflanzen, zupfe ihn von der Blüte und setzte ihn weit weg im Nachbarsgarten wieder aus.

Auch wenn die Insekten Rosenkäfer heißen, mögen sie einige andere Blüten ganz besonders. Oft verharren sie auf blühendem Flieder, Weißdorn oder Holunder und fressen deren Pollen.

In weiten Teilen Europas und vor allem in Asien sind die Käfer aufzufinden. Im warmen Süden, kann man sie oft zahlreich antreffen.

Die Goldglänzenden Rosenkäfer leben nur wenige Monate und mit dem Ende der Rosenblütezeit verschwindet auch der Rosenkäfer aus meinem Garten.

»Wenn die Rose selbst sich schmückt, 
schmückt sie auch den Garten.«

Friedrich Rückert

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Fünf Kräuterrezepte nach Tanja Hammerl

Fünf Kräuterrezepte nach Tanja Hammerl

Hier sind ein paar von meinen Lieblings-Kräuter-Rezepten, mit denen ihr aus euren Kräutern ganz schnell und einfach wahre Leckereien zaubern könnt.

Tanja Hammerls Kräuterquark

Mein Lieblingsrezept für den Kräuterquark ist ganz einfach. Dazu braucht man:

– ein Pfund Quark
– einen Schuss Sahne oder Milch, wenn man die fettarme Variante bevorzugt
– Salz, Pfeffer und Paprikapulver zum Würzen
– eventuell etwas gemahlenen Chilli
– und am wichtigsten: ganz viel Schnittlauch, in feine Röllchen geschnitten.

Die Sahne oder Milch gibt man zum Quark dazu und schlägt ihn locker mit einer Gabel auf. Der Schnittlauch wird dann einfach untergerührt und mit den Gewürzen schmeckt man das Ganze ab. Das ergbit einen super leckeren Brotaufstrich, schmeckt aber auch ganz toll zu Ofenkartoffeln oder als Dip für Gemüsesticks.

Mein Kräuteröl

Für mein Kräuteröl verwende ich:

– ungefähr einen halben Liter Olivenöl
– eine großen Zweig Rosmarin und Thymian
– 3 Chilischoten
– 4 Knoblauchzehen
– ein paar Pfefferkörner schwarz und rosa

Die Kräuter, sowie die Chilischoten, die bei Bedarf entkernt werden können, werden in eine Flasche oder ein verschraubbares Glas gegeben. Nachdem man die Knoblauchzehen leicht angedrückt hat, wandern auch diese zusammen mit den ganzen Pfefferkörner in das Gefäß. Dann übergieße ich das ganze mit dem Olivenöl wobei ich darauf achte, dass alle Zutaten gut damit bedeckt werden. Ist das nicht der Fall, können diese zu schimmeln anfangen. Nachdem das Öl an einem kühlen und dunklen Ort ungefähr 3-4 Wochen gelagert hat, ist es genießbar. Nun kann es durch ein Sieb abgegossen werden. Ich persönlich finde es aber viel dekorativer wenn die Kräuter in der Flasche bleiben. Mein Kräuteröl hat sich auch als kleines Geschenk gut bewährt.

Meine Lieblings-Kräuterbutter

Zutaten:

– Butter
– Petersilie, fein gehackt
– grobes Meersalz

Bevor ich mit der Zubereitung beginne, lasse ich die Butter bei Zimmertemperatur etwas warm werden. Somit kann ich sie leichter zerdrücken. Ich gebe reichlich frisch gehackte Persilie zu der Butter hinzu und vermische alles mit einer Gabel. Gewürzt wird sie nur mit etwas groben Meersalz. Ich mag es besonders gern wenn die Kristalle noch zwischen den Zähnen knacken. Die Butter macht sich zu Grillfleisch oder auch heißen Kartoffeln besonders gut.

Kräuterpesto nach Tanja Hammerl

– 6 EL Olivenöl
– 4 EL Pinienkerne
– 2 Bund Basilikum
– 1 Bund Petersilie
– 1 Bund Schnittlauch
– 1 TL frischen Thymian
– 4 Knoblauchzehen
– Salz und Pfefferkörner

Die Kräuter im Mörser oder mit der Küchenmaschine mit etwas von dem Öl hacken, dann die Pinienkerne hinzugeben und zerkleinern. Dann gibt man das restliche Öl, sowie etwas Salz und einige Pfefferkörner hinzu und vermengt alles. Ergbit alles eine homogene Masse, ist das Pesto fertig. Ganz nach Geschmack kann es mit ein paar Blättchen Zitronenmelisse verfeinert werden. Auf frisch getoastetem Weisbrot und mit etwas geriebenem Parmesan bestreut, schmeckt der Aufstrich besonders gut. Alternativ schmeckt es auch ganz ausgezeichnet zu Nudelgerichten.

Salbeibonbons

Als letzten Sommer der Salbei besonders gesprossen ist, hab ich folgendes Rezept ausprobiert:

200 g Zucker in einem Topf schmelzen, bis dieser flüssig ist. Beim karamelisieren muss man aufpassen, dass der Zucker nicht zu braun wird. Dann rühre ich ungefähr 20 g fein gehackten frischen Salbei unter. Hat sich alles gut miteinander vermischt, nimmt man die Masse vom Feuer und setzt mit einem Löffel kleine Häufchen auf ein eingefettetes Backpapier. Wenn man Lust hat, kann man die noch nicht völlig erkalteten Bonbons mit den Fingern zu Kugeln formen. Sobald sie fest geworden sind, kann man sie auch schon vernaschen.

Viel Spaß beim Nachkochen!!!

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Tanjas Kräutertipps

Tanja Hammerls Kräuter-Almanach

Man braucht nicht unbedingt einen Garten um sich die kleinen Wunderpflänzchen zu halten. Auch auf der Fensterbank gezüchtet, sind sie vielseitig einsetzbar.

Schnittlauch

Zu meinen absoluten Lieblingskräutern gehört der Schnittlauch. Er zählt zu den Zwiebelgewächsen und wächst in röhrenförmigen grünen Halmen bis zu 20 cm hoch. Der Geschmack erinnert an Lauchzwiebeln, ist aber wesentlich milder. Schnittlauch kann das ganze Jahr über geerntet werden. Er ist praktisch unverwüstlich und wächst sehr gut auf der Küchenfensterbank. Bei viel Licht und Wasser kann man mehrmals pro Jahr ernten. Am liebsten verwende ich ihn frisch. Ich habe aber auch immer ein kleines Päckchen davon im Tiefkühlfach um Butter oder Quark jederzeit verfeinern zu können.
Man kann nicht wirklich sagen wo genau der Schnittlauch herkommt. Er ist sozusagen auf der gesamten Nordhalbkugel beliebt. Wahrscheinlich stammt er aus Zentral- oder Nordasien.
Der hohe Anteil an Vitamin A und C macht das Kraut so gesund. Zusätzlich regen Phosphor und ein schwefelhaltiges ätherisches Öl die Verdauung an. Somit wird der Magen gestärkt. Außerdem wirkt der Schnittlauch blutdrucksenkend und bakterienhemmend.
Auch in der deutschen Küche wird das Gewürz sehr oft und gerne verwendet. Durch den frischen Geschmack rundet es Eintöpfe, Gemüse und Salate ab.

Basilikum

Zu den Klassikern unter den Kräutern zählt auch der Basilikum, welcher zur Familie der Lippenblütler gehört und bei richtiger Pflege sogar stolze 60 cm hoch werden kann. Die Blätter des Krautes werden vor allem frisch verwendet, finden aber auch häufig getrocknet Einsatz in der Küche. Hierbei büßt er allerdings viel von seinem Aroma ein.
Es gibt verschiedene Sorten von Basilikum. Bei uns sind aber die Kräuter aus dem Mittelmeerraum am bekanntesten, die wir vor allem aus der italienischen Küche kennen. Der unverwechselbare Geschmack entsteht durch die leicht pfeffrige Note.
Der Basilikum ist eine sehr wärmebedürftige Pflanze. Er fühlt sich an einem sonnigen trockenen Plätzchen besonders wohl. So kann man ihn im Sommer besonders gut ernten. Ist es zu kalt und steht er im Wasser wird er meist von einem Pilz befallen.
Die wichtigsten Inhaltsstoffe des Basilikum sind die ätherischen Öle Linalool und Estragol. Zu einem Tee aufgebrüht wirkt er gegen Verdauungsstörungen und regt den Appetit an. Gießt man die Blätter mit einer Mischung aus Rotwein und Honig auf, soll Fieber gesenkt werden. Außerdem ist das Kraut ein Gute-Laune-Macher. Das kann ich vor allem bei der Verwendung in gutem Essen bestätigen. Besonders in Kombination mit Tomaten und Knoblauch schmeckt mir der Basilikum. Er ist der perfekte Begleiter für Nudel- und Fischgerichte. Ich empfehle ihn nicht mitzukochen, frisch entfaltet sich sein Aroma einfach am besten.

Rosmarin

Auch der Rosmarin stammt aus der Familie der Lippenblütler. Der immergrüne Strauch wird bis zu 1,5 Meter hoch. Die kleinen nadelförmigen Blätter können frisch oder getrocknet verwendet werden. Rosmarin ist ein relativ robustes Kraut. Auch er wächst ganzjährig auf meiner Küchenfensterbank. Völlig pflegeleicht mag der Rosmarin am liebsten nur ganz wenig Wasser.
Ursprünglich stammt das Kraut aus dem östlichen Mittelmeergebiet, heute ist es aber in ganz Europa, Nordafrika sowie Nord- und Mittelamerika bekannt.
Die ätherischen Öle des Rosmarin sind kleine Helfer bei Verdauungs- und Kreislaufstörungen. Bei Kopfschmerzen oder rheumatischen Beschwerden hilft das Einreiben mit einem Tröpfchen Rosmarin-Öl.
Frischer Rosmarin zeichnet sich durch seinen kräftig würzigen Geschmack aus. Am besten entfaltet sich sein Aroma, wenn ein kleines Zweiglein eine Weile mitgekocht wird. Er passt besonders gut zu Wild und Geflügel, Risotto oder Tomatensaucen. Ich verwende ihn bevorzugt in Kombination mit Kartoffeln.

Salbei

Der Salbei ist ein Schwertliliengewächs. Seine Blätter sind elliptisch geformt und meistens silberblau und mit einem weichen Flaum überzogen.
Wie viele andere Kräuter stammt auch er aus dem Mittelmeerraum. Heute existieren mehrere hundert Sorten, die ihre Blätter auch teilweise in einem satten Lila wachsen lassen.
Wie fast alle Kräuter, wächst der Salbei bevorzugt an einem sonnigen Ort. Ansonsten ist er recht pflegeleicht und kann bei bis zu -15 Grad sogar draußen überwintern.
Salbei schmeckt sehr aromatisch und teilweise auch leicht bitter. Es bietet sich an, die Blätter mitzukochen. So geben sie ihr intensives Aroma am besten an das Gericht ab. Besonders gut macht er sich zu Geflügel oder in heißer Butter knusprig angebraten. Ein echter Genuss. Ich empfehle dennoch, das Kraut vorerst eher sparsam zu dosieren, nicht jeder mag den doch recht eigenen Geschmack.
Der Salbei ist auch als Kräuter-Heilmittel bekannt. Meine Erste-Hilfe-Maßnahme bei Halsschmerzen: Einige Blätter des Krautes mit kochendem Wasser aufgießen, 5-10 Minuten ziehen lassen und dann mit etwas Honig noch heiß trinken. Schmeckt lecker und hilft! Hat man mal keinen frischen oder getrockneten Salbei zur Hand, tun es auch ein paar Salbeiteebeutel aus dem Drogeriemarkt.

Petersilie

Die krause Petersilie zählt bei uns in Deutschland wohl mit zu den bekanntesten und meist verwendeten Kräutern. Neben ihr gehören noch die Blatt-Petersilie sowie die Wurzel-Petersilie zu den Doldenblütlern.
Bereits im antiken Griechenland war das Kraut bekannt. Seit dem 16. Jahrhundert wird sie als Gewürzkraut verwendet. Das Würzige und leicht Bittere machen den charakteristischen Geschmack aus. In Gemüse oder Suppenbrühe mitgekocht, schmeckt die Wurzel-Petersilie am intensivsten.
Der hohe Vitamin C-Gehalt wirkt vor allem als Tee aufgegossen, harntreibend und blutreinigend auf unseren Körper. Zerreibt man etwas Petersilie auf Insektenstichen jeder Art, hilft das wahre Wunder gegen den Juckreiz. Außerdem hilft das Kraut bei Zahnschmerzen und ganz altbewährt bei schlechtem Atem.
Ganz klassisch wird die Petersilie zu Gemüse- und Fleischgerichten hinzugegeben oder zur Dekoration verwendet. Sie gehört nicht unbedingt zu meinen Lieblingskräutern, in Kräuterbutter allerdings ist sie ein absolutes Muss.

Oregano

Die kleinen Blätter des Oregano, der zu den Lippenblütlern gehört, entfalten entgegen vieler anderer Kräuter erst getrocknet ihr volles Aroma. Das Kraut stammt aus dem Mittelmeerraum und wurde schon in der Antike vor allem als Heilpflanze verwendet. Es enthält hohe Anteile an Eisen und Kalzium, seine ätherischen Öle sowie Gerb- und Bitterstoffe fördern die Verdauung. Im Mund- und Rachenraum wirkt es entzündungshemmend, außerdem hilft es bei Magen- und Darmbeschwerden.
Beim Anbau ist der Oregano eher anspruchslos. Ihm langt ein relativ trockener sonniger Platz. In der Zeit von Juli bis September ist das würzig-herbe Aroma am intensivsten.
Vorwiegend in mediterranen Gerichten verwendet, kennen wir das Gewürz von der typisch italienischen Pizza, außerdem gehört es in jede richtige Bolognesesoße.

Thymian

Der Thymian, ebenfalls ein Lippenblütler, wird bis zu 40 cm groß. Insgesamt unterscheidet man über 200 verschiedene Arten von Thymian-Kräutern. Dazu gehören auch Orangen- oder Zitronen-Thymian. Bei uns am bekanntesten ist der Echt-Thymian, der auch als Garten-Thymian bekannt ist. Ursprünglich stammt er aus Südeuropa, wird heute aber auch in Osteuropa und Nordafrika kultiviert.
Seinen stark aromatischen, leicht harzigen Geschmack entfaltet er bevorzugt an sonnigen trockenen Plätzen.
Als Kräuter-Heilmittel findet der Thymian vor allem bei Erkältungen Verwendung. Seine ätherischen Öle wirken fiebersenkend, sowie krampf- und schleimlösend bei Asthmaanfällen. Mein Tipp bei Erkältungen: 2 Teelöffel frischen Thymian mit etwa einem halben Liter Wasser zu einem Kräuter-Tee brühen und 10 Minuten ziehen lassen. Außerdem hilft eine Handvoll Thymian im Badewasser.
Vor allem in der Provence zählt der Thymian zu den beliebteren Kräutern, wo er bei der Zubereitung von Braten und Pasteten nicht fehlen darf. Aber auch bei uns, wird er gerne frisch oder getrocknet für Fleisch- und Schmorgerichte oder verschiedene Gemüsesuppen verwendet.

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