Wir haben Besuch im Garten! Leider ist dieser Besuch nicht sehr willkommen bei uns. Es handelt sich um kleine Insekten die nur wenige Millimeter groß sind und sich fast genauso an einem schönen Garten erfreuen wie wir. Fast sogar ein bisschen mehr! Die kleinen Biester haben ihn nämlich zum fressen gern! Blattläuse…
Sie ernähren sich von den kohlenhydratreichen Pflanzensäften, benötigen aber fast nur die darin enthaltenen Aminosäuren. Daher benötigen Sie viel mehr Kohlenhydrate um eine ausreichende Eiweißmenge daraus zu erhalten. Somit schädigen sie nicht nur die meist wehrlosen Pflanzen an denen sie rumknabbern, sondern scheiden auch ein zuckerhaltiges Abfallprodukt aus. Im Volksmund ist das als Honigtau bekannt. Für mich ein sehr beschönigendes Wort für dieses klebrige Exkrement, dass wahrscheinlich nicht nur Gärtner, sondern auch schon den ein oder anderen Autofahrer zur Weißglut getrieben hat… Es ist wirklich lästig die kleinen Zuckerwassertropfen auf den Gartenmöbeln, Autoscheiben und wo sie sich sonst noch wieder finden, zu entfernen.
Was tun bei Blattläusen im Garten?
Blattläuse vermehren sich rasend schnell und schädigen sowohl Zier- als auch Nutzpflanzen. Blattlausbefall tritt fast schon epedemie-artig ein und sie begünstigen auch die Ansammlung von Ameisen, da diese sich gerne von der zuckerhaltigen Lösung ernähren und im Gegenzug sich um ihre Saftspender kümmern. Gegen dieses “organisierte Verbrechen” gehe ich folgendermaßen vor:
Marienkäfer – Der natürliche Feind
Die Leibspeise des Marienkäfers sind Blattläuse. Als Nachtisch verzehren die schönen Käfer auch gerne die Larven der lästigen Läuse. Marienkäfer sehen nicht nur schöner aus, sondern können in ihrem Leben auch mehrere Tausend Blattläuse vertilgen. Zwei zu Null für den Marienkäfer! Somit kann man den etwas mühsameren Weg gehen und Marienkäfer sammeln (Da werden Kindheitserinnerung wach) oder man bestellt sich im Internet Marienkäferlarven und züchtet sich seine eigene Schutztruppe für den heimischen Garten. Einfach mal googlen
Brennessel-Sud nach Tanja Hammerl
Eine weitere natürliche Blattlausgegenmaßnahme ist das Ansetzen eines Brennessel-Suds: Man nimmt eine ordentliche Menge Brennnesseln und schneidet sie grob klein (Handschuhe nicht vergessen) und gibt das grüne Kraut in einen großen Eimer. Anschließend füllt man diesen mit kalten Wasser (am besten kalkarmes Regenwasser) auf. Diese Mixtur stellt man nun ein bis zwei Tage in die Sonne und lässt ihn ziehen. Wer einen großen Garten hat, sollte den Eimer etwas abseits stellen, denn das ganze kann ein bisschen unangenehm riechen… Nachdem der Brennessel-Sud durchgezogen ordentlich ist, sollte die Flüssigkeit durch ein Sieb in eine Sprühflasche gefüllt werden. Jetzt kann man die befallenen Pflanzen mit der Lösung einsprühen und die Blattläuse werden es euch nicht danken:) Eure Pflanzen hingegen schon!


Brennesseksud ist schon der Geheimtipp seit Generationen, immer wieder wirkungsvoll und tausendfach bewährt. Leider sind aber auch Brennesseln durch den teilweise kleingärtnerischen Ordnungswahn immer mehr im Rückgang, und damit auch der Lebensraum für viele Schmetterlinge.
VG Harald
Hallo Tanja, weißt du zufällig wie man an eine große Menge von Marienkäfer kommt? In der Zoohandlung bei mir um die Ecke konnte mir leider nicht weiter geholfen werden
Gruß Marie
Leider konnte ich bisher noch keine Zoohandlung finden,
die mich mit Marienkäfer versorgen konnten.
Habe aber mit meiner Online-Larven-Bestellfung gute Erfahrungen gemacht.
. . . hi Tanja,
‘gerade einen alte Beitrag von Dir bezüglich Blattläusen gelesen . . . ich konnte meine Rosen retten mit einem Sud aus Tabakresten . . . m.l.G. Rudy